ecoBKP 2026
| Material/Prozess | Vorgaben | Hinweise/Quellen |
|---|---|---|
ecoBKP 240: Heizungsanlagen | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
|
Leitungsführung |
Zugängliche und kontrollierbare Heizleitungsführung (nach Möglichkeit offene Leitungsführung). |
Bei gut gedämmten Fassaden und Fenstern können Heizkörper an Innenwänden platziert werden, was die Horizontalverteilungen wesentlich reduziert und die offene Leitungsführung erleichtert.
|
Einsatz von Recyclingmaterial |
Bei Metall- und Kunststoffprodukten ist auf einen möglichst hohen Anteil an Recyclingmaterial zu achten. |
Metall- und Kunststoffprodukte mit hohem Recyclinganteil weisen eine deutlich tiefere Umweltbelastung als solche aus Primärmaterial auf. Der RC-Anteil kann z.B. der Umwelt-Produktedeklaration (EPD) entnommen werden. |
Austausch- und Rückbaubarkeit (Design for Disassembly) |
Es sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
|
|
Leitungen, Heizkörper | ||
Heizleitungen |
Metallverbundrohre (PE/Alu/PE) oder Stahlrohre, mit Klemm-, Steck-, Press- oder Schweissverbindungen. |
In Anlehnung an: |
Wärmedämmung Rohrleitungen |
1. Priorität: Glaswolle, Steinwolle. 2. Priorität: Polyethylen-Schaumstoff (PEF). |
Für Leitungen, Kanäle und Behälter sind die aktuellen kantonalen Vorschriften zu beachten.
|
Wärmedämmung Installationskanäle |
1. Priorität: Glaswolle, Steinwolle. |
Für Leitungen, Kanäle und Behälter sind die aktuellen kantonalen Vorschriften zu beachten.
|
Ummantelung |
Falls Ummantelung erforderlich: Drahtgeflecht, Alu/PET-Verbundfolie, Alu-Folie stucco-geprägt. |
Bei Leitungen, die hinter geschlossenen Verkleidungen geführt werden, ist auf eine Ummantelung zu verzichten. |
Wasser für Heizungsinstallationen |
Heizungsinstallationen mit Wasser befüllen, das den Anforderungen der SWKI-Richtlinie BT102-01 entspricht. |
|
Wärmeerzeugung und -verteilung | ||
Wärmeerzeuger für Raumwärme und Warmwasser |
Anlagen, welche ausschliesslich auf erneuerbaren Energieträgern basieren (Umweltwärme, Sonne, Holz, Fernwärme aus erneuerbaren Energieträgern, Strom aus erneuerbarer Produktion). nicht empfohlen: Anlagen, welche auf fossilen Energieträgern basieren. |
In Minergie-Gebäuden darf die Wärme (Heizung u. Warmwasser) nicht mittels fossiler Energie erzeugt werden.
|
Umwälzpumpen |
Umwälzpumpen sind exakt zu dimensionieren. Es ist dasjenige Produkt zu wählen, das den besten Wirkungsgrad hat. |
Mehr Informationen zum Thema energieeffiziente Pumpen: |
Arbeitsmittel von Wärmepumpen |
1. Priorität: Natürliche Arbeitsmittel (CO2, Ammoniak, Wasser; Ethan, Propan, Isobutan, Propen) 2. Priorität: Teilhalogenierte Fluor-Olefine (HFO). |
Chlorhaltige teilhalogenierte Arbeitsmittel (HFCKW) dürfen nicht mehr hergestellt und in Anlagen nachgefüllt werden. Chlorfreie teilhalogenierte Arbeitsmittel (FKW, HFKW) sind bei Neuanlagen, Umbauten und Erweiterungen verboten.
|
Montagearbeiten | ||
Abdichten bzw. Dämmen von Durchführungen und Hohlräumen |
Seiden- oder Mineralfaserzopf, Rundschnur aus Schaumstoff. nicht empfohlen: Montage- und Füllschäume. |
Ausschlussvorgabe Minergie-ECO 220.05 |
Wiederverwendung / Verwertung | ||
Wiederverwendung von Bauteilen |
Teile von bestehenden Heizungsanlagen wie Wärmeerzeuger, Speicher, Armaturen etc. sind bei gutem Zustand, sorgfältigem Ausbau und fachgerechter Aufbereitung erneut zu verwenden. Vor dem Einbau sind sie auf Funktionsfähigkeit, Energieeffizienz und Sicherheit zu prüfen. |
Die Wiederverwendung reduziert Materialverbrauch und Abfall und trägt zu einer ressourcenschonenden Bauweise bei. |
Arbeitsmittel aus Kältemaschinen und Wärmepumpen |
Absaugen der Arbeitsmittel (FCKW, HFCKW, FKW, HFKW etc.) durch spezialisierte Firma oder Entsorgungsstelle. |
Halogenierte Kältemittel sind klimaschädlich und/oder Ozonschicht zerstörend. Die Absaugung des Arbeitsmittels hat vor dem Ausbau der Anlage zu erfolgen, um eine Beschädigung des Arbeitsmittelkreislaufs zu vermeiden. |
Ausmauerung Heizkessel |
Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA. |
|
Heizöltanks |
Nach vollständigem Absaugen des Heizöls in Auffanggefässe: Weiterverwendung des Tanks für Wasserhaltung auf Baustellen oder Verwertung im Baustoffhandel (Tank nicht im Boden belassen). |
Vor Verwendung von Tanks zur Wasserhaltung müssen diese gründlich gereinigt werden. |
Heizkörper |
Noch funktionstüchtige Heizkörper sorgfältig demontieren und der Wiederverwendung (Bauteilbörse) zuführen, Thermostate demontieren und gesondert behandeln. |
Thermostate können Sonderabfall wie z.B. Quecksilber enthalten. |
Wasser mit chemischen Zusätzen aus der Entleerung von Heizungsinstallationen |
Von der Art der Zusätze abhängige Behandlung des Wassers gemäss den kantonalen Richtlinien. |
|
Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Schadstoffhaltige Bauteile (asbesthaltige Rohre, Asbestleichtbauplatten, Wärmepumpen etc.); Entsorgung von Dämmungen und Installationsmaterial. |
|
Montagebau in Metall |
Korrosionsschutzbehandlungen von Stahlkonstruktionen. |
|
Spez. Dichtungen und Dämmungen |
Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlungen). |
|
Lüftungs-und Klimaanlagen |
Dämmungen von Kälteleitungen. |
|
Innere Oberflächenbehandlung |
Abdeckarbeiten, Beschichtungen auf mineralische Baustoffe, Holz und Metall. |
|



