ecoBKP 2026
| Material/Prozess | Vorgaben | Hinweise/Quellen |
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ecoBKP 221: Fenster, Aussentüren und Tore | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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Lüftungskonzept |
Gemäss SIA-Norm 180 (Kap. 3.2) ist für alle Gebäude ein Lüftungskonzept zu erstellen, welches Aussagen zu den Massnahmen für einen ausreichenden Luftwechsel, zur Anordnung der Luftdurchlässe und zur Betriebsart macht. |
Eine (auch nur teilweise) permanente Öffnung der Fenster ist nicht zulässig. |
Holzauswahl |
1. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit Nachweis Label Schweizer Holz, FSC- bzw. PEFC-Label oder gleichwertigem Label. 2. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe europäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. nicht empfohlen: Hölzer und Holzwerkstoffe aussereuropäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. |
Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
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Oberflächenbehandlung |
Werkseitig aufgebrachte Beschichtungen sind gegenüber bauseitig aufgebrachten Beschichtungen zu bevorzugen. |
Bei werkseitigen Beschichtungen werden in der Regel eine höhere Qualität und eine geringere Umweltbelastung erzielt. |
Einsatz von Recyclingmaterial |
Bei Metall- und Kunststoffprodukten ist auf einen möglichst hohen Anteil an Recyclingmaterial zu achten. |
Metall- und Kunststoffprodukte mit hohem Recyclinganteil weisen eine deutlich tiefere Umweltbelastung als solche aus Primärmaterial auf. Der RC-Anteil kann z.B. der Umwelt-Produktedeklaration (EPD) entnommen werden. Einige Hersteller bieten sogar Produkte mit 100% RC-Anteil an. |
Austausch- und Rückbaubarkeit (Design for Disassembly) |
Es sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
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Die Norm ISO 20887 enthält die zu berücksichtigenden Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien für die Demontage und die Anpassungsfähigkeit von Hoch- und Tiefbauten. |
Fensterrahmen und Verglasungen | ||
Fenster |
1. Priorität: Holzfenster. 2. Priorität: Holz-Metall-Fenster. |
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Glasrandverbund |
1. Priorität: Randverbund aus Kunststoff/Butyl („warme Kante“). 2. Priorität: Randverbund aus Edelstahl. |
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Vogelschutz |
Gefährdung abklären und allenfalls Massnahmen gemäss Merkblatt „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht.“ treffen.
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Probleme stellen Eckverglasungen, spiegelnde bzw. frei stehende Glasflächen oder mehrheitlich verglaste Volumen (z.B. Wintergarten) dar. Bäume oder Büsche in der Nähe von Glasflächen erhöhen das Kollisionsrisiko.
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Aussentüren | ||
Aussentüren |
1. Priorität: Rahmen und Türblatt Massivholz mit Steinwolle-Dämmung, Rahmen und Türblatt Massivholz mit Steinwolle-Dämmung und Teilverglasung. 2. Priorität: Rahmen und Türblatt Massivholz mit PUR-Dämmung, Rahmen und Türblatt Massivholz mit PUR-Dämmung und Teilverglasung, Rahmen/Flügelprofil Kunststoff mit Türblatt aus Kunststoff mit PUR-Dämmung, Rahmen/Flügelprofil Kunststoff mit Türblatt aus Kunststoff mit PUR-Dämmung und Teilverglasung, Rahmen/Flügelprofil Stahl mit Türblatt aus Stahlblech mit Steinwolle-Dämmung, Rahmen/Flügelprofil Stahl mit Türblatt aus Isolierglas. |
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Tore | ||
Schiebetore |
Unbeheizte Räume: Laufschiene aus Stahl, Rahmen und Bekleidung aus Massivholz mit/ohne Teilverglasung. |
Schiebetore sind in der Regel für beheizte Räume weniger geeignet. |
Falttore |
Beheizte Räume: Laufschiene aus Stahl, thermisch getrennte Zarge, Rahmen/Sprossen aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen, Füllungen aus Aluminium-PU-Paneelen und mit/ohne Isolierverglasung. UD-Wert ≤ 1.7 W/m2K.
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Sektionaltore |
Beheizte Räume: Laufschiene aus Stahl, thermisch getrennte Zarge, Stahl-Lamellen mit PU-Ausschäumung, Rahmen/Sprossen aus thermisch getrennten Aluminiumprofilen bei verglasten Sektionen (Isolierglas). UD-Wert ≤ 1.5 W/m2K.
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Oberflächenbehandlung | ||
Holzfenster und -Türen, Holzteile von Holz-Metall-Fenstern |
Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte. nicht empfohlen: Verarbeitung lösemittelverdünnbarer Produkte auf der Baustelle. |
Imprägnierung ist nur für Nadelholz erforderlich und sollte lediglich pilz- und bläuewidrig eingestellt sein.
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Aluminiumfenster und türen, Aluteile von Holz-Metallfenstern, Rahmenwetterschenkel |
Aluminium pressblank oder farblos anodisiert. |
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Kunststofffenster |
1. Priorität: Standardfarbton (unlackiert). 2. Priorität: PVC-Beschichtungssystem ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbar. nicht empfohlen: Verarbeitung lösemittelverdünnbarer Produkte auf der Baustelle. |
Ausschlussvorgabe Minergie-ECO 120.04 |
Stahlfenster und -Türen |
Grundierung ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbar mit anschliessender Pulver-Schlussbeschichtung. nicht empfohlen: Verarbeitung lösemittelverdünnbarer Produkte auf der Baustelle. |
Bei Innenanwendung auf Feuer- oder Spritzverzinkung verzichten.
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Montage | ||
Montage- und Abdichtungsarbeiten Fenster |
Montage: mechanisch befestigen.
nicht empfohlen: Montage/Abdichtung mittels Montage- oder Füllschäumen. |
Die Verwendung von Montage- und Füllschäumen erschwert den späteren Ausbau des Bauteils und kann die langfristige Luftdichtheit nicht gewährleisten.
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Renovation | ||
Rahmen und Beschläge |
Örtlich verfaulte Stellen von Holz- und Holzmetallrahmen: ausbessern; Oberflächen von Holz-, Metall- und Kunststoffrahmen: Reinigen, anschleifen und streichen; Beschläge: neu einstellen oder ersetzen. |
Die Vorgabe gilt auch für die Aufbereitung von wiederverwendeten Fenstern. |
Verglasungen |
Einfachverglasungen: Glasersatz 2-fach IV (mit Aufdopplung Fensterflügel, falls Flügelrahmendicke ungenügend); 2-fach IV-Verglasungen: Aufdopplung Verglasung zu 3-fach-IV oder Glasersatz mit 3-fach-IV-Verglasung; 3-fach-IV-Verglasungen: in der Regel keine Massnahmen notwendig; alle IV-Verglasungen mit Gasfüllgrad <70%: Glasersatz. |
Der Gasfüllgrad ist für den Wärmedurchgangswiderstand entscheidend und kann bei alten Verglasungen aufgrund eines undichten Randverbunds abnehmen. Er lässt sich mit speziellen Messgeräten zerstörungsfrei bestimmen. |
Wiederverwendung / Verwertung | ||
Ganze Fenster und Türen |
Fenster und Türen sind bei gutem Zustand, sorgfältigem
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Fenster mit Uw-Wert > 1.4 W/m2K: Verwendung in unbeheizten Räumen, Wintergärten etc. oder als Innenfenster.
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Holz, Holzwerkstoffe |
Thermische Nutzung in Zementwerken, Altholz- oder Kehrichtverbrennungsanlagen. |
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PVC-Kunststoffprofile |
Rücknahme durch Hersteller. |
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Verglasungen |
Verglasungen mit Ug-Wert ≤ 1.0 W/m2K und mit intaktem Randverbund: Wiederverwendung in neuen Fenstern.
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Fenster mit Uw-Werten von <1.4 W/m2K sollten aus energetischer Sicht nicht ersetzt werden, wenn die Wärmebereitstellung mehrheitlich mit erneuerbarer Energie erfolgt.
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Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Montagebau in Holz |
Formaldehydemissionen |
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Montagebau als Leichtkonstruktionen |
Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien (Fensterbänke). |
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Spez. Dichtungen und Dämmungen |
Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlung). |
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ecoBKP 222: Spenglerarbeiten | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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Einsatz von Recyclingmaterial |
Bei Metall- und Kunststoffprodukten ist auf einen möglichst hohen Anteil an Recyclingmaterial zu achten. |
Metall- und Kunststoffprodukte mit hohem Recyclinganteil weisen eine deutlich tiefere Umweltbelastung als solche aus Primärmaterial auf. Der RC-Anteil kann z.B. der Umwelt-Produktedeklaration (EPD) entnommen werden. |
Abdeckungswerkstoffe, Bekleidungen und Deckungen | ||
Dachrinnen, An- und Abschlussbleche |
1. Priorität: Alublech blank 0.7-1.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 0.7-0.8 mm, Chromstahlblech blank oder verzinnt 0.5 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.5 mm. 2. Priorität: Alublech blank 1.2-2.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 1.0-1.2 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.6-1.0 mm, Chromnickelstahlblech verzinnt 0.5 mm, Kupferblech verzinnt 0.6 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser. |
Vorbewitterte/werkpatinierte Bleche werden den blanken Blechen gleichgestellt.
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Dachdeckungen und Fassadenbekleidungen |
1. Priorität: Alublech blank 0.7-1.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 0.7-0.8 mm, Chromstahlblech blank oder verzinnt 0.5 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.5 mm. 2. Priorität: Alublech blank 1.2-2.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 1.0-1.2 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.6-1.0 mm, Chromnickelstahlblech verzinnt 0.5 mm, Kupferblech verzinnt 0.6 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser. |
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Profilbleche für Dach und Fassade |
1. Priorität: Alu-Profilblech blank 0.7-0.8 mm. 2. Priorität: Alu-Profilblech blank 1.0 mm, Alu-Profilblech pulverbeschichtet 0.7-1.0 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser. |
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Winddichtung Fassade |
1. Priorität: Kraftpapier, Dichtungsbahnen/Vliese aus PP und PE. 2. Priorität: Polyestervlies beschichtet (erhöhte UV-Beständigkeit). |
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Dampfbremsen/-sperren, 50 m =< sd < 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. |
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Dampfbremsen/-sperren, sd ≥ 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. 2. Priorität: Polymerbitumenbahnen. |
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Oberflächenbehandlung | ||
Beschichtung von Klebeflächen für bituminöse Dichtungsbahnen |
Bitumenprimer (Bitumenemulsion auf Wasserbasis). |
Bitumenemulsion kann nur auf mineralischen Oberflächen sowie Holz/Holzwerkstoffen bei trockener Witterung und auf trockenen Oberflächen verarbeitet werden. |
Wiederverwendung / Verwertung | ||
Wiederverwendung von Bauteilen |
Bauteile aus Metall wie Dachrinnen, Ablaufrohre, Abdeckungen oder Anschlussbleche sind bei gutem Zustand, sorgfältigem Rückbau und fachgerechter Aufbereitung erneut zu verwenden. Vor dem Einbau sind sie auf Verformungen, Korrosion sowie Dichtheit und Passgenauigkeit zu prüfen. |
Die Wiederverwendung spart Energie bei Materialherstellung und Recycling und unterstützt eine ressourcenschonende Bauweise. |
Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. |
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Montagebau als Leichtkonstruktionen |
Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien, Unterkonstruktionen. |
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Bedachungsarbeiten |
Deckungen, Abdichtungen, Gründächer, Vogelschutz, Entsorgung. |
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Spez. Dichtungen und Dämmungen |
Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlungen). |
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Äussere Oberflächenbehandlung |
Neubeschichtung: Metalluntergrund. |
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ecoBKP 224: Bedachungsarbeiten | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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Holzauswahl |
1. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit Nachweis Label Schweizer Holz, FSC- bzw. PEFC-Label oder gleichwertigem Label. 2. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe europäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. nicht empfohlen: Hölzer und Holzwerkstoffe aussereuropäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. |
Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
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Vorbeugender chemischer Holzschutz |
Sämtliche Bauteile aus Holz und Holzwerkstoffen für Dach-Unterkonstruktionen bedürfen keiner Behandlung mit Holzschutzmitteln. |
Chemischer Holzschutz ist umweltbelastend und bei korrekter Konstruktionsweise unnötig. |
Rieselschutz |
Kraftpapier, Kunststofffolie aus Rezyklat |
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Vorbeschichtungen auf Beton |
Bitumenemulsion |
Auf die Verwendung von lösemittelhaltigen Produkten (z.B. Bitumenlack) ist zu verzichten. |
Betonwahl (nicht klassifizierter Beton) |
Sofern technisch machbar sind Füll-, Hüll- und Unterlagsbeton, Betonfertigteile, Glas-, Stahl- und Kunststofffaserbeton mit folgenden RC-Anteilen herzustellen: 1. Priorität: Mind. 80% Betongranulat C oder Mischgranulat M. 2. Priorität: Mind. 40% Betongranulat C oder Mischgranulat M. |
Der Einfluss des RC-Anteils auf die Betonökobilanz kann mit dem Betonsortenrechner berechnet werden. |
Steildach | ||
Verlegeunterlagen |
1. Priorität: Brettschalung Massivholz, 3-Schichtplatten, Hartfaserplatten, Weichfaserplatten, OSB-Platten. 2. Priorität: Profilblech Chromstahl, Sperrholzplatten. |
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Dampfbremsen/-sperren, sd < 50 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. 2. Priorität: Kraftpapier. |
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Dampfbremsen/-sperren, 50 m =< sd < 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. |
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Dampfbremsen/-sperren, sd ≥ 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. 2. Priorität: Polymerbitumenbahnen. |
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Wärmedämmungen |
1. Priorität: Steinwolle- und Glaswolleplatten (ohne Anforderungen an die Druckfestigkeit), Zellulosedämmstoff boratfrei, Holzwolle-Leichtbauplatten mit Steinwolle, poröse Holzfaserplatten, Naturfaserplatten. 2. Priorität: Steinwolle- und Glaswolleplatten (Druckfestigkeit min. 15 kPa), Holzwolle-Leichtbauplatten mit EPS, Weichfaserplatten. |
Falls Begehbarkeit erforderlich: Produkte mit einer Druckfestigkeit von min. 15 kPa wählen.
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Schallschutz |
Beschwerungsschicht zur Verbesserung des Schallschutzes. 1. Priorität: Gipskartonplatten. |
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Unterdächer |
1. Priorität: Weichfaserplatten bis 35 mm, Polyolefinbahnen, Kunstfaservliese, Holzschindeln. 2. Priorität: Hartfaserplatte bis 4.5 mm, Weichfaserplatte ab 35 mm, Hart-/Weichfaserplatte, Kraftpapier. |
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Deckungen |
1. Priorität: Tonziegel Einfachdeckung Holzschindeln unter Ziegelfuge, Betonziegel, Naturschiefer, Faserzementschiefer, Faserzementplatten, Holzschindeln, Natursteinplatten, Alublech blank 0.7-1.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 0.7-0.8 mm, Alu-Profilblech blank 0.7-0.8 mm, Chromstahlblech blank oder verzinnt 0.5 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.5 mm. 2. Priorität: Tonziegel Einfachdeckung mit Aluschindeln unter Ziegelfuge, Tonziegel Doppel- und Kronendeckung, Alublech blank 1.2-2.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 1.0-1.2 mm, Alu-Profilblech blank 1.0 mm, Alu-Profilblech pulverbeschichtet 0.7-1.0 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.6-1.0 mm, Chromnickelstahlblech verzinnt 0.5 mm, Kupferblech verzinnt 0.6 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dachwasser. |
Herkunft Natursteine: Vorzugsweise Schweiz oder Europa, sofern die maximale Transportdistanz weniger als ca. 500 km (Wegstrecke) ab der Schweizer Grenze beträgt.
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Unterlags- und Deckbleche |
1. Priorität: Alublech blank 0.7-1.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 0.7-0.8 mm, Chromstahlblech blank oder verzinnt 0.5 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.5 mm. 2. Priorität: Alublech blank 1.2-2.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 1.0-1.2 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.6-1.0 mm, Chromnickelstahlblech verzinnt 0.5 mm, Kupferblech verzinnt 0.6 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien. |
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Profilierte, lichtdurchlässige Kunststoffplatten |
2. Priorität: Polycarbonatplatten. |
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Flachdach | ||
Verlegehilfe auf Profilblech |
1. Priorität: Faserzementplatten. |
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Trenn- und Ausgleichslagen |
1. Priorität: Kunststofffolie aus Rezyklat. 2. Priorität: Kunststofffolie, Glasvlies, Oelpapier, Wellkarton/Oelpapier, bitumenumhülltes Glasvlies. |
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Wärmedämmungen für Flachdach ohne Nutzschicht |
1. Priorität: EPS bis ca. 23 kg/m3, EPS grau bis ca. 23 kg/m3, Steinwollplatten, Glaswollplatten bis 100 kg/m3, Mineralschaumplatten. 2. Priorität: EPS über ca. 23 kg/m3, EPS grau über ca. 23 kg/m3, Glaswollplaten über 100 kg/m3, PUR/PIR mit Alufolie belegt bis 30 kg/m3. |
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Wärmedämmungen für Flachdach mit Nutzschicht |
1. Priorität: EPS bis ca. 23 kg/m3, EPS grau bis ca. 23 kg/m3, Mineralschaumplatten. 2. Priorität: EPS über ca. 23 kg/m3, EPS grau über ca. 23 kg/m3, Steinwollplatten, PUR/PIR mit Alufolie belegt bis 30 kg/m3, Schaumglasplatten. |
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Trittschalldämmungen |
1. Priorität: Glaswollplatten. 2. Priorität: Steinwollplatten, EPS-Platten, Schafwolle. |
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Abdichtungen Flachdach |
1. Priorität: Polyolefin-Bahnen (TPO), Gussasphalt bis 25 mm. 2. Priorität: Gussasphalt über 25 mm, EPDM-Bahnen, PVC-Bahnen, Polymerbitumenbahnen. |
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Abdichtung Flachdach, einlagige Bitumenbahn |
2. Priorität: EP5 einlagig. |
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Schutzschichten |
1. Priorität: Polyester/PP-Recyclat, PP-/PE-Vlies. 2. Priorität: PE-Drainschutzbahn mit PP-Vlies. |
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Gehbeläge |
1. Priorität: Holzrost. 2. Priorität: Betonplatten, Betonsteine. |
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Dampfbremsen/-sperren, 50 m =< sd < 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. |
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Dampfbremsen/-sperren, sd ≥ 1500 m |
1. Priorität: Kunststoffbahnen/-vliese. 2. Priorität: Polymerbitumenbahnen. |
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Dachbegrünung | ||
Extensive Dachbegrünung |
1. Priorität: Gegenüber Mindeststandard gemäss SIA-Norm 312 im Durchschnitt um 3 cm grössere Schichtdicke, Verwendung von mehreren unterschiedlichen Substrattypen, Anlegung von Kleinstrukturen (Sandstellen, Hügel, Totholz etc.), Ansaat mit Samenmischung aus einheimischen Pflanzen mit hoher Artenvielfalt. 2. Priorität: Erfüllung Mindeststandard gemäss SIA-Norm 312: Schichtdicke von mindestens 8 bis 11 cm Substrat, minimale relevante Wasserrückhaltekapazität von 40 bis 55 l/m2. |
Die genauen Werte der SIA-Norm 312 für Substratdicke und Wasserrückhaltekapazität sind von der lokalen Jahresniederschlagsmenge abhängig. |
Substratmischung |
Kalkarme Komponenten, bevorzugt mit Recycling-Anteilen, ohne Blähton. Substrate mit 10-15% organischer Substanz (kein Torf). Ungleichmässiges Ausbringen des Materials (Zusammensetzung, Schichtdicke). |
Schichtdicke und Nährstoffgehalt sind mit dem Begrünungsziel bzw. Saatgut/Bepflanzung abzustimmen. Substrathügel bis 20 cm Höhe an statisch geeigneten Stellen auf >10% der Gründachfläche. Blähton enthält im Vergleich mit anderen Substratbestandteilen viel graue Energie. |
Schutz- und Filtermatten |
Schutz- und Filtermatten aus Recycling-Faservlies. |
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Drainage- und Speicherschichten |
Drainage- und Speicherschichten aus Recycling-Kunststoff. |
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PV-Anlagen auf Gründächern |
Substratdicke und Substrattypen sind auf das PV-System abzustimmen. Der organische Anteil des Substrats unter bzw. direkt neben den Panels sollte 5% nicht übersteigen. Ansaat mit niedrig wachsender Pflanzenmischung. |
Die mikroklimatischen Bedingungen auf einem Dach mit PV-Anlage sind sehr unterschiedlich. Deshalb sind unterschiedliche Substratdicken und -typen erforderlich. Eine (auch nur teilweise) Beschattung der Panels ist mittels Aufständerung zu vermeiden. Regelmässige Pflege und Unterhalt sind insbesondere bei kombinierten Grün-PV-Dächern zu gewährleisten. |
Problempflanzenbekämpfung auf Gründächern und Terrassen |
Gehölzsämlinge, krautige Pflanzen mit invasivem Potential (z.B. Sommerflieder, einjähriges Berufskraut etc.) und stark ausläufer- bzw. rhizombildende Pflanzen (z.B. Schilf) im Rahmen des normalen Dachunterhalts 1 bis 2-mal jährlich ausjäten. |
Gemäss ChemRRV ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Dächern, Terrassen und Wegen verboten. |
Befahrbare Flächen | ||
Systemaufbauten für befahrbare Flächen aussen |
2. Priorität: Nutzschicht Gussasphalt (MA) mit Abdichtung Gussasphalt (MA), Nutzschicht Walzasphalt (AC) mit Abdichtung Gussasphalt (MA). |
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Systemaufbauten für befahrbare Flächen innen |
2. Priorität: Nutzschicht Gussasphalt (MA) mit Abdichtung Gussasphalt (MA), Flüssigkunststoff-Abdichtung direkt befahrbar (System OS 8). |
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Abdichtungen |
1. Priorität: Gussasphalt 20 mm, Asphaltmastix 10 mm, Polyolefinbahnen einlagig 2 mm. 2. Priorität: Gussasphalt 30 bis 45 mm, Polymerbitumenbahnen einlagig (EP5), Polymerbitumenbahnen zweilagig (EP4), Polyolefinbahnen einlagig 3 mm und zweilagig, PVC-Dichtungsbahn einlagig 2 mm. |
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Bleche für An- und Abschlüsse | ||
Bleche zu Flachdach |
1. Priorität: Chromstahlblech blank 0.5 mm, Alublech blank 0.7-1.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 0.7-0.8 mm, Chromnickelstahlblech blank 0.5 mm. 2. Priorität: Chromnickelstahlblech blank 0.6-1.0 mm, Chromnickelstahlblech verzinnt 0.5 mm, Chromstahlblech verzinnt 0.5 mm, Alublech blank 1.2-2.0 mm, Alublech pulverbeschichtet 1.0-1.2 mm, Kupferblech verzinnt 0.6 mm. nicht empfohlen: Unbeschichtete Bleifolien; grossflächiger Einsatz bewitterter Bleche aus blankem Kupfer, Titanzink oder verzinktem Stahl/Stahlteile ohne Einbau eines geeigneten Metallfilters für das betroffene Dach- bzw. Fassadenwasser. |
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Abschlussprofile |
2. Priorität: Aluminium. |
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Vogel- und Fledermausschutz | ||
Vogelschutz |
Von Mauerseglern, Alpenseglern, Schwalben oder Sperlingen benützte Einflugöffnungen und Hohlräume bei Renovationen nicht schliessen; bauliche Massnahmen im Herbst/Winter durchführen. |
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Fledermausschutz |
Bei Bauarbeiten an Objekten, die Fledermäusen als Quartier dienen, sind Schutzmassnahmen in Absprache mit der zuständigen Koordinationationsstelle zum Schutz der Fledermäuse zu treffen. |
Alle in der Schweiz vorkommenden Fledermausarten sind geschützt. |
Wiederverwendung / Verwertung | ||
Wiederverwendung von Bauteilen |
Dacheindeckungen wie Ziegel, Faserzementplatten, Schieferplatten oder Metalldeckungen sind bei gutem Zustand, sorgfältigem Rückbau und fachgerechter Aufbereitung erneut zu verwenden. Vor dem Einbau sind sie auf Bruch, Frostschäden, Korrosion etc. zu prüfen. |
Die Wiederverwendung reduziert Materialverbrauch und Abfall und trägt zu einer ressourcenschonenden Bauweise bei. |
Dichtungsbahnen, Wurzelschutzbahnen, Dampfsperren |
1. Priorität: Dichtungsbahnen aus EPDM, TPO/FPO, PVC: Wiederverwendung, z.B. über Bauteilbörse. 2. Priorität: Dichtungsbahnen und Dampfsperren aus Bitumen und Polymerbitumen: Verbrennung in KVA.
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Bitumen-Gemische (Produktereste) |
Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung. |
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Gussasphalt, Mastix |
Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung. |
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Substrat |
1. Priorität: Wiederverwendung, z.B. vor Ort oder über Bauteilbörse. 2. Priorität: Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung. |
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Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. |
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Montagebau in Holz |
Wärmedämmungen, Winddichtungen, Dampfbremsen. |
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Montagebau als Leichtkonstruktionen |
Fassadenbekleidungen und Fassadenmaterialien, Unterkonstruktionen. |
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Spenglerarbeiten |
Abdeckungswerkstoffe, Bekleidungen und Deckungen. |
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Spez. Dichtungen und Dämmungen |
Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Fugenvergussmassen, Vorbehandlung). |
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Äussere Oberflächenbehandlung |
Beschichtungen auf mineralische Untergründe, Holzwerk und Metall. |
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ecoBKP 225: Spezielle Dichtungen und Dämmungen | ||
Abdichtungen und Montageklebstoffe | ||
Abdichten mit Fugendichtungsmasse, Fugenfüllungen mit Fugenvergussmasse, Klebstoffe |
Im Innenraum: Produkte mit Emicode EC1 bzw. EC1plus Label oder Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte.
nicht empfohlen: lösemittelverdünnbare Produkte. |
Neutral vernetzende Silikonharz-Produkte können bei der Aushärtung stark gesundheitsgefährdende Substanzen (Oxime) abspalten.
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Wiederverwendung / Verwertung | ||
Reste von Fugen- und Kittmassen (nicht PCB-haltig) |
Nicht ausgehärtet: Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung; ausgehärtet: Verbrennung in KVA. |
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Reste von Voranstrichen und Haftreinigern |
Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung. |
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PCB-haltige Fugendichtungen |
Abklärungen, Massnahmen und Arbeitsschritte (fachgerechter Ausbau und Entsorgung) gemäss BUWAL-Richtlinie. |
In der Schweiz wurden von 1955 bis zirka 1975 PCB-haltige Dichtungsmassen eingesetzt. |
Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. |
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Baumeisterarbeiten |
Wärmedämmungen (Wände, Decken, Perimeter), Abdichtung. |
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Montagebau in Holz |
Wärmedämmungen, Winddichtungen, Dampfbremsen. |
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ecoBKP 226: Fassadenputze | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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Schutz der Fassade |
Der Feuchtigkeitsanfall auf der Fassade ist durch konstruktive Details (z.B. Vordächer, witterungsbeständige Sockelausbildung) gering zu halten, um eine hohe Nutzungsdauer zu erreichen. |
Vorgabe Minergie-ECO 210.05 |
Biozide |
Auf Biozide zur Filmkonservierung (Algizide, Fungizide) ist zu verzichten.
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Biozide wirken nur über kürzere Zeit und sind umweltbelastend.
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Vorbehandlung Untergrund |
Haftbrücken, Haft-, Grund- und Isolierbeschichtungen müssen wasserverdünnbar sein oder dürfen max. % 1 Lösemittel enthalten. |
Bei Innenanwendung:
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Aussenputze | ||
Ausgleichsmörtel |
1. Priorität: Mineralisch gebundene Ausgleichsmörtel. |
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Ausgleichsputze |
1. Priorität: Mineralisch gebundene Ausgleichsputze. |
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Grundputze |
1. Priorität: Kalk-Zement-Putz, Leichtputz mineralisch, Zementputz, Lehmputz. 2. Priorität: Weisszementputz. |
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Deckputze mit 2 mm Korn |
1. Priorität: Weisszementputz. 2. Priorität: Kalk-Zement-Putz, Dispersionssilikatputz. |
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Deckputze feinkörnig ohne 2 mm Korn |
1. Priorität: Kalk-Zement-Putz, Zementputz, Lehmputz, Leichtputz mineralisch. 2. Priorität: Sumpfkalkputz, Weisszementputz. |
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Wärmedämmputze |
1. Priorität: Wärmedämmputz Perlit. 2. Priorität: Wärmedämmputz EPS. |
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Klebemörtel Fassade |
1. Priorität: Baukleber & Einbettmörtel mineralisch mit und ohne Leichtzuschlag. 2. Priorität: Baukleber & Einbettkleber organisch. |
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Aussenwärmedämmungen | ||
Einbettmörtel VAWD |
1. Priorität: Einbettmörtel mineralisch, Einbettmörtel mineralisch mit Leichtzuschlag. |
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Wärmedämmplatten |
1. Priorität: Steinwolle bis 120 kg/m3, EPS grau 15 kg/m3. 2. Priorität: EPS bis 20 kg/m3, Mineralschaumplatte 110 kg/m3. |
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Verputzte Aussenwärmedämmungen |
1. Priorität: Mineralischer Deckputz auf EPS grau oder Steinwolle, Silicatdeckputz auf EPS grau oder Steinwolle. 2. Priorität: Mineralischer Deckputz auf EPS oder Mineralschaumplatte, Silicatdeckputz auf EPS oder Mineralschaumplatte. |
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Wärmedämmungen Sockel-/Erdbereich |
2. Priorität: EPS-Platten, Schaumglasplatten. |
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Fensterbänke |
1. Priorität: Massivholz, 3-Schichtplatten, Glasfaserbeton 12 mm. 2. Priorität: Glasfaserbeton 15 mm. |
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Sockelabschlüsse |
1. Priorität: Glasfaserbeton. 2. Priorität: Aluminium. |
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Wiederverwendung / Verwertung | ||
Wiederverwendung von Bauteilen |
Putzträgerplatten und Dämmelemente sind bei gutem Zustand, sorgfältigem Ausbau und fachgerechter Überarbeitung erneut zu verwenden. Vor dem Einbau sind sie auf Tragfähigkeit, Ebenheit und Haftfähigkeit zu prüfen. |
Die Wiederverwendung reduziert Materialverbrauch und Abfall und trägt zu einer ressourcenschonenden Bauweise bei. |
Dämmstoffe aus EPS oder XPS |
Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung. |
Dämmstoff-Abfälle können dem Recycling zugeführt werden. |
Dämmstoffe aus Kork |
Verbrennung in KVA. |
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Mineralwolldämmstoffe |
Sauber getrenntes Material: Rückgabe an Herstell- oder Lieferfirma zur Verwertung. |
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Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. |
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Baumeisterarbeiten |
Wärmedämmungen. |
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Spez. Dichtungen und Dämmungen |
Abdichtungen (Fugendichtungsmassen, Vergussmassen, Vorbehandlungen). |
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Äussere Oberflächenbehandlung |
Beschichtungen auf mineralische Untergründe, Biozide, Graffittischutz. |
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ecoBKP 227: Äussere Oberflächenbehandlungen | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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Produktauswahl |
Für den ganzen Schichtaufbau sind Produkte mit Umweltetikette Kategorie A oder B, Produkte ohne Lösemittel (max. 1%) oder wasserverdünnbare Produkte einzusetzen.
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Lösemittel (VOC) tragen zum Sommersmog bei.
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Schutz vor Algen- oder Pilzbewuchs |
1. Priorität: Der Schutz vor Algen- oder Pilzbewuchs ist mit konstruktiven Mitteln (Vordach, sorptionsfähige Oberflächen, mineralische Putze mit Dicke von Grundputz und Einbettungsmasse >10 mm etc.) zu gewährleisten.
2. Priorität: Produkte mit Umweltetikette Kategorie C (enthalten Biozide zur Filmkonservierung mit niedriger Umweltbelastung). |
Biozide oder Nanosilber zur Verhinderung von Algen- oder Pilzbewuchs (Filmkonservierung) gewährleisten nur einen kurzzeitigen Schutz und belasten die Umwelt.
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Oberflächen mit geringem Erwärmungspotenzial |
Die Albedo bezeichnet das Rückstrahlvermögen von Oberflächen. Hohe Albedowerte führen zu geringerer Erwärmung durch die auftreffende Sonnenstrahlung, weil sie diese stark reflektieren. Beurteilt wird die Albedo aller opaken Oberflächen der Gebäudehülle sowie aller nicht begrünten Beläge in Aussenbereichen.
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Zwischen hellen Oberflächen und ihrer Blendwirkung besteht ein Zielkonflikt, welcher durch Neigung oder Textur der betroffenen Flächen sowie durch die Ausrichtung der betroffenen Fensterflächen gemildert werden kann.
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Oberflächen für gute Tageslichtnutzung |
Dachuntersichten, Balkonuntersichten, Leibungen, Stürze etc. sind mit hellen Farbtönen zu versehen, um eine gute Tageslichtnutzung im Gebäude zu ermöglichen. |
Vorgabe Minergie-ECO Tageslicht |
Renovation | ||
Vorbehandlung bestehender Untergründe |
Anschleifen oder Anlaugen mit Salmiaklauge/Laugenpulver (Vorbereitung tragfähiger Altanstriche); Abbeizen mit NMP/NEP-freiem Abbeizmittel. |
NMP (N-Methyl-2-Pyrrolidon) und NEP (N-Ethyl-2-Pyrrolidon) sind stark gesundheitsgefährdend. |
Anstriche auf bestehende Untergründe |
Produkte mit Umweltetikette Kategorie A oder B.
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Produkte mit Umweltetikette Kategorie C können Biozide (Filmschutzmittel) mit niedriger Umweltbelastung enthalten. |
Graffitischutz und -entfernung | ||
Untergrund Stein, Beton, Backstein oder Holz |
Temporäre Systeme auf Wasserbasis oder ohne Lösemittel (max. 1%), PFAS-, halogen- und biozidfrei (Filmkonservierung). |
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) werden oft im Graffitischutz eingesetzt und sind meist stark umwelt- und gesundheitsschädlich. |
Untergrund Metall oder Glas |
Semipermanente oder permanente Systeme auf Wasserbasis oder ohne Lösemittel (max. 1%), PFAS-, halogen- und biozidfrei (Filmkonservierung). |
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) werden oft im Graffitischutz eingesetzt und sind meist stark umwelt- und gesundheitsschädlich. |
Verputzte und gestrichene Oberflächen |
Überstreichfarben |
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Denkmalgeschützte Bauten |
Wasserverdünnbarer, halogen- und biozidfreier Graffitischutz auf Basis von Polysacchariden, Cellulose bzw. PVAc oder mineralische Schutzfarben. |
Produkte mit hydrophobierender Wirkung sind nicht komplett reversibel und bergen ein hohes Schadenspotential. |
Graffitti-Entfernung (temporäre Systeme) |
Graffitti-Entfernung nur mit Hochdruck-Heisswasser ohne Hilfschemikalien. Abwässer dürfen weder ins Meteorwasser noch in Gewässer gelangen. |
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Verwertung/Entsorgung | ||
Malerei- und Lackabfälle |
Entsorgung als Sonderabfall nach VeVA durch Unternehmung, getrennt nach Entsorgungscodes. |
z.B. Farbreste, Farbpulver, ausgehärtete Farben und Farbpasten, Lösemittel, Pinselreiniger, Farb- und Schmutzschlämme, Ablaugebäder, Ablaugereste, Abbeizpasten, Schleifstaub. |
Leere Gebinde |
Rücknahme durch Unternehmung, wenn möglich wiederverwenden oder verwerten. |
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Verschmutztes Wasser aus der Oberflächenbehandlung |
Wasser auffangen und gemäss den kantonalen Richtlinien entsorgen. |
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Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung und Entsorgung. |
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Montagebau in Stahl |
Korrosionsschutzbehandlungen von Stahlkonstruktionen. |
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Fenster, Aussentüren |
Oberflächenbehandlung (Fenster und Türen). |
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Innere Oberflächenbehandlung |
Beschichtungen auf mineralische Baustoffe, Holz und Metall. |
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ecoBKP 228: Äussere Abschlüsse, Sonnenschutz | ||
Allgemeines | ||
Voraussetzungen für nachfolgende Kapitel |
Für die in den nachfolgenden Kapiteln aufgeführten Vorgaben wird vorausgesetzt, dass die Anforderungen im Kapitel «Allgemeines» in diesem ecoBKP berücksichtigt werden. |
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g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung |
Der g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung ist so auszulegen, dass die Anforderungen gemäss SIA-Norm 180, Abschnitt 5.2.4, eingehalten sind. |
Der gemäss Norm maximale g-Wert von Sonnenschutz und Verglasung zusammen ist je nach Himmelsrichtung und Glasanteil unterschiedlich. Übliche Werte liegen zwischen 0.1 und 0.15. |
Windfestigkeit |
Die Windwiderstandsklasse des Sonnenschutzes hat der SIA-Norm 342, Anhang B2, zu entsprechen. |
Je nach Windexposition und Lage des Gebäudes beträgt die Windgeschwindigkeit, bis zu der der Sonnenschutz abgesenkt bleiben kann, zwischen 46 und 92 km/h. |
Steuerung |
In Gebäuden, die nicht dem Wohnen dienen, sind motorisierte Anlagen mit automatischer Steuerung vorzusehen. |
Die Steuerung sollte fassadenweise (bei grossen Gebäuden abschnittsweise, je nach Verschattung) in Abhängigkeit der Einstrahlung erfolgen. Idealerweise führt die Steuerung die Position des Sonnenschutzes je nach Einfallswinkel nach. |
Oberflächenbehandlung |
Werkseitig aufgebrachte Beschichtungen sind gegenüber bauseitig aufgebrachten Beschichtungen zu bevorzugen. |
Bei werkseitigen Beschichtungen werden in der Regel eine höhere Qualität und eine geringere Umweltbelastung erzielt. |
Textilien für den Sonnenschutz |
PVC- und PFAS-freie Tücher für Stoffstoren. |
PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkylverbindungen) werden unter anderem zur wasser- und schmutzabweisenden Ausrüstung von Textilien verwendet. Sie sind Umwelt- und Gesundheitsschädlich. |
Holzauswahl |
1. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe aus nachhaltiger Produktion mit Nachweis Label Schweizer Holz, FSC- bzw. PEFC-Label oder gleichwertigem Label. 2. Priorität: Hölzer und Holzwerkstoffe europäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. nicht empfohlen: Hölzer und Holzwerkstoffe aussereuropäischer Herkunft ohne Nachweis einer nachhaltigen Produktion. |
Als europäische Länder gelten die EU- und EFTA-Mitgliedsstaaten.
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Einsatz von Recyclingmaterial |
Bei Metallprodukten ist auf einen möglichst hohen Anteil an Recyclingmaterial zu achten. |
Metallprodukte mit hohem Recyclinganteil weisen eine deutlich tiefere Umweltbelastung als solche aus Primärmaterial auf. Der RC-Anteil kann z.B. der Umwelt-Produktedeklaration (EPD) entnommen werden. |
Austausch- und Rückbaubarkeit (Design for Disassembly) |
Es sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
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Die Norm ISO 20887 enthält die zu berücksichtigenden Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien für die Demontage und die Anpassungsfähigkeit von Hoch- und Tiefbauten. |
Fensterläden, Rollläden, Lamellenstoren, Sonnenstoren | ||
Beschattung von Fassadenflächen |
1. Priorität: Rollläden Holz, Vebundlamellenstoren, Flachlamellenstoren, Drehläden Holz mit Lamellen, Drehläden Holz mit Füllung Massivholz, Drehläden Massivholz, Holzschiebläden mit Lamellen und Rahmen Holz, Holzschiebläden mit Füllung Massivholz, Senkrecht-, Ausstell-, Fallarm- und Fassadenmarkisen ohne Kassette.
2. Priorität: Rollläden Alu, Faltrolläden Alu, Ganzmetall-Lamellenstoren Alu, Drehläden Holz mit Füllung Sperrholz, Holzschiebladen mit Lamellen und Alurahmen, Senkrecht-, Ausstell-, Fallarm- und Fassadenmarkisen mit Kassette.
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Beschattung von horizontalen Flächen |
1. Priorität: Gelenkarmmarkisen ohne Tragrohr. 2. Priorität: Gelenkarmmarkisen mit Tragrohr. |
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Wiederverwendung / Verwertung | ||
Wiederverwendung von Bauteilen |
Sonnenschutzanlagen wie Lamellenstoren, Rollläden, Vertikalstoren, Markisen oder Fensterläden sind bei gutem Zustand, sorgfältigem Ausbau und fachgerechter Aufbereitung bzw. Anpassung erneut zu verwenden. Vor dem Einbau sind sie auf Funktionsfähigkeit und Nachrüstbarkeit der Steuerungstechnik zu prüfen. |
Die Wiederverwendung reduziert Materialverbrauch und Abfall und trägt zu einer ressourcenschonenden Bauweise bei. |
Weitere Vorgaben in anderen ecoBKP | ||
Abbrüche/Rückbau |
Wiederverwendung, Verwertung, Entsorgung von Bauteilen. |
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Fenster, Aussentüren |
Montage. |
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Äussere Oberflächenbehandlung |
Anstriche auf Holz und Metall. |
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